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Gravuren einst und heute
Aus dem Reiche Rauls
Kunstgraveur gesucht
Im Namen seiner Hochgeboren Baron
Thûan Fîrnbold von Erlbach sei hiermit
kundgetan, daß zu Burg Schwarzen-
steyn in den Weidenschen Landen
(nahe Uhdenberg) ein Graveur gesucht
werde, welcher sein Handwerk trefflich
ausübe. Besonderes Augenmerk liege
hier auf die soweit als möglich getreue
Darstellung von Portraits. Herzustellen
sind: primo: Ober-
zur Prägung eines Hochzeitstalers.
Avers solle das Bildnis des Brautpaares
den Silbertaler zieren, Revers eine
Ansicht des Schwarzen Steines mit der
darauf thronenden Burg Schwarzen-
steyn,wie sie sich vom Orte
Schwarzenstein-
sowie secundo: Ober-
stempel zur Prägung einer Kupfer-
medaille, welche Avers das Bildnis
einer Löwenpranke und Revers das
Wappensymbol Schwarzensteins
aufzuweisen hat.
Für selbige voraussichtlich ein bis zwei Wochen währende Tätigkeit wird eine Entlohnung von einhundert Dukaten geboten, alswie freie Kost und Logis für die Dauer der Herstellung der vier Prägestempel. Ebenso wird für die Arbeit die Räumlichkeit einer Waffenschmiede mit den dortig vorzufindenden Werkzeugen und Arbeitsgeräten zur Verfügung gestellt, speziell benötigte Gravurwerkzeuge sind jedoch nicht vorhanden und daher selbst mitzubringen.
Referenzen respektive Werke eigener Herstellung mögen als Beleg der Kunstfertigkeit vorgelegt werden, auf daß geflissentlich geprüft und entschieden werden könne, welcher Kunstgraveur den Zuschlag für obigen Auftrag erhalte. Stellengesuche sind mündlich oder schriftlich anzutragen an die Kanzlei der Baronie Schwarzenstein auf Burg Schwarzensteyn zu Schwarzensteingrund.
Niedergeschrieben am 30. Tsa des Jahres 29 Hal zu Burg Schwarzensteyn zu Schwarzensteingrund zu Schwarzenstein getreu den Worten des Thûan Fîrnbold von Erlbach, Baron von Schwarzenstein etc.pp.,
Dem Graveur des 21. Jahrhunderts stehen
heute ganz andere Mittel zur Verfügung.
Mit CNC gesteuerten Graviermaschinen
und Lasern ist es heute möglich, fast jedes
Material zu Beschriften.
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